Heidelberg

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Wissenswertes in Zahlen

  • Durchschnittliche Höhe: 116 m
  • Niederschlag: 745 mm/Jahr
  • Einwohner: ca.150.000 
  • Gründung: 1196 n.Chr.
  • Dialekt: Kurpfälzisch
  • Fluss: Heidelberg liegt am Neckar, der im Schwarzwald entspringt und etwa 25 km hinter Heidelberg bei Mannheim in den Rhein fließt.

Heidelberg

Stadt der Romantik

„Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“. Das Lied aus dem Jahr 1925 drückt aus, was viele Besucher empfinden. Nirgendwo ist es so romantisch wie hier. Drei Millionen Touristen strömen jährlich in eine der sehenswertesten Städte Deutschlands: Heidelberg in Baden-Württemberg.

Hoch über der Stadt führt der Philosophenweg durchs Grüne, und der Blick auf die Stadt im Tal, das Schloss, den Fluss und die alte Brücke hat schon viele Dichter und Jogger auf neue Ideen gebracht. Heidelberg besitzt eine große erhaltene Altstadt aus der Barockzeit und ist eine der wenigen größeren deutschen Städte, die im 2. Weltkrieg nicht zerstört worden sind. Und eben diese Altstadt mit vielen verborgenen Winkeln und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, macht einen Besuch von Heidelberg so reizvoll. Quer durch die Stadt erstreckt sich die längste Fußgängerzone Europas mit zahlreichen Geschäften und Straßencafés.

Mit dem Fahrrad ist man in Heidelberg immer schnell am Ziel – vorausgesetzt, man findet es unter den Hunderten anderer Räder, die am Heidelberger Hauptbahnhof geparkt sind, wieder. Auf der Neckarwiese sonnen sich junge Familien, auf dem Wasser fahren Ruderboote, in der Universitätsbibliothek sitzen Studenten, und in den Konditoreien kaufen sich Touristen den „Heidelberger Studentenkuss“ aus Schokolade. In der ganzen Welt ist Heidelberg für sein romantisches Märchenschloss über der hübschen Altstadt berühmt. Doch nicht nur das: Die Stadt lebt auch von ihrer Universität – jeder fünfte Einwohner ist Student. In der 800 Jahre alten Stadt am Neckar verbinden sich Geschichte und Moderne auf sehenswerte Art und Weise.

Kultur und Freizeit

Das Kurpfälzische Museum informiert unter anderem über die Heidelberger Stadtgeschichte. Sehenswert sind auch das Universitätsmuseum, das Deutsche Apotheken-Museum und der Studentenkarzer. An zahlreichen Veranstaltungsorten finden Konzerte und Theateraufführungen statt, nicht nur an der „Städtischen Bühne“, der größten Spielstätte des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Zu empfehlen sind zum Beispiel auch die Heidelberger Schlossfestspiele im Sommer sowie die Aufführungen im kleinen Heidelberger Zimmertheater. Tagsüber bietet sich ein Besuch im Heidelberger Zoo oder eine Schiffsfahrt auf dem Neckar an.

Karte Heidelberg

Das sollte man gesehen haben:

Heidelberger Schloss

Besonders Japaner und Amerikaner lieben sie: die Heidelberger Schlossruine mitten in grünen Hängen, hoch über der Altstadt. Die verfallenen Gebäude, Türme und Mauern aus dem roten Sandstein der Region sind genau das, was sich viele unter Romantik vorstellen. Von den Schlossterrassen bietet sich ein idealer Blick auf die Stadt. Das Schloss war seit dem 13. Jahrhundert Sitz der regierenden Kurfürsten.

Sein Bau erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte, und es entstand eine Mischung unterschiedlicher persönlicher Vorlieben und Stile, vor allem aus Gotik und Renaissance. Jeder Bewohner ließ seinen eigenen Palast erbauen. Entsprechend sind die Bauten nach Ruprecht III., Friedrich IV., Otto-Heinrich und Ludwig V. benannt. Es erlebte Angriffe, Blitzeinschläge, Brände und Sprengungen.

Nach einigen gescheiterten Wiederaufbauversuchen wurden die Ruinen schließlich als Steinbruch genutzt, zwischen ihren Überresten graste Vieh. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten Romantiker den Ort wieder. Heute zieht das Schloss jährlich rund eine Million Besucher aus aller Welt an. Sie schauen sich den Schlosshof an, spazieren durch den großen Schlossgarten, besuchen das Apothekenmuseum, trinken in der ehemaligen Sattelkammer einen Kaffee und besteigen das riesige Weinfass, in das über 200.000 Liter hineinpassen.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Schlossbeleuchtung, bei der ein Feuerwerk an drei Sommerabenden im Jahr an die Zerstörung des Schlosses durch die Franzosen erinnert. An diesen Sommerabenden versammeln sich Tausende von Einheimischen und Touristen auf den Neckarwiesen, um das romantische Spektakel zu verfolgen.

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Der Heiligenberg 

Der Heiligenberg bietet nicht nur ein atemberaubendes Panorama:
Wer zu einer kleinen Wanderung bereit ist, kann hier, inmitten der Natur und doch nahe der Stadt, geschichtsträchtige Orte entdecken. Die kleine Straße, über die man auf den Heiligenberg gelangt, ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt: der Philosophenweg. Der steile Weg beginnt im Heidelberger Nobelviertel Neuenheim. Er führt zunächst an Universitätsgebäuden und einigen der wohl teuersten Villen der Stadt vorbei.

Der Name „Philosophenweg“ geht vermutlich auf berühmte Dichter und Denker, wie Goethe, Hölderlin oder Mark Twain zurück. Bis zum Gipfel ist es etwa eine Stunde Fußmarsch. Kurz vorher passiert man die Thingstätte, ein großes Freilichttheater aus Stein, in dem 20.000 Menschen Platz finden.  Nur 100 Meter entfernt befindet sich der höchste Punkt des Heiligenberges. Von hier bietet sich ein unvergesslicher Blick über die Altstadt und das Schloss, den Neckar und die weite Rheinebene.

Hier befinden sich auch die Reste des Michaelklosters – von dem der Berg seinen Namen hat, denn das Kloster war „allen Heiligen“ gewidmet. Wer das wandern noch nicht für sich entdeckt hat, gelangt auch mit dem Auto fast bis zum Gipfel.

Das Cave 54

Versteckt in der schmalen Krämergasse der Heidelberger Altstadt liegt das Cave 54, das sich selbst als „Deutschlands ältesten Studenten-Jazzclub“ bezeichnet. Eine enge Treppe führt in ein kleines, dunkles Kellergewölbe mit einer Bar und einer kleinen Bühne.

1954 wurde der Club von Heidelberger Studenten als "Verein zur Förderung und Pflege studentischer Geselligkeit" gegründet. Hier trafen sie sich zum Diskutieren, zum Wein trinken – und zu ihren legendären Jamsessions, deren bekannteste Musiker Legenden wie Louis Armstrong und Ella Fitzgerald waren. Heute gibt es neben den Sessions Jazz-, Blues- oder Rockkonzerte und Diskoabende, bei denen die Musik aus den letzten Jahrzehnten aufgelegt wird.  

Das Cave 54 lebt von seinem höhlenartigen Altrocker-Charme – und ist für eine Zeitreise auf jeden Fall einen Besuch wert.