shutterstock.com - Sasa Komlen

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Die hier lebenden Menschen haben über Jahrhunderte das Land geprägt, es ist gewachsen aus der Kultur der einstigen sorbischen Bewohner und der Tradition und Sprache der Siedler, die sich aus den alten Kulturräumen Thüringens, Frankens und der Oberpfalz hier einst niederließen.

Wer Ruhe und eine entspannte Atmosphäre sucht, Natur spüren und Geschichte und Geschichten erleben möchte, der ist im Vogtland genau richtig.


Das Vogtland- Drei Bundesländer, eine Region

Zwischen Thüringer Wald und Erzgebirge liegt das alte Grenzland großer Kaiser und Könige. Ein bisschen Thüringen, etwas mehr Sachsen, nicht viel von Franken und noch weniger von Böhmen, und doch bietet das Vogtland, in der Mitte Deutschlands, von allem etwas.

Das Vogtland ist eine Region der Superlative: Die größten Brücken ihrer Art in der Welt, die modernste Großschanze Europas, der größte Stausee Deutschlands, der erste und zweite deutsche Raumfahrer, aber auch die letzte deutsche „Kaiserin“ – mit all diesen Attributen darf sich das Vogtland schmücken!

Und alles inmitten einer Landschaft, vielseitig und bezaubernd. Landschaftlich gesehen ist das Vogtland von Wiesen und Felder, Hügelkuppen und Flusstälern geprägt. Sehr ländlich und von kleinen Dörfern durchzogen wirkt die Umgebung malerisch und ruhig. Die Weiße Elster ist ein Fluss, ebenso wie die Göltsch, auch die Saale durchzieht das Bayerische und das Thüringische Vogtland.

Das Vogtland lässt bei Urlaubern keine Wünsche offen. Sanft geschwungene Hügel breiten sich zwischen Frankenwald, Fichtelgebirge und Erzgebirge aus.

Die Landschaftsvielfalt des Vogtlandes hält für seine Besucher viele Überraschungen parat. So finden sich in der gesamten Region heilende Quellen, denen schon seit Jahrhunderten wohltuende Wirkung nachgesagt wird. Immerhin befindet man sich in einer vulkanisch äußerst aktiven Zone. Ausgezeichnete Wanderwege ermöglichen das ganze Jahr über sanften Tourismus, dazu kommen Talsperren als attraktive Erholungsgebiete. Nicht ohne Grund enden im Vogtland viele Ortsnamen auf "-grün": Schließlich prägen sanft geschwungene Hügel und grüne Täler das Landschaftsbild der Region im Vierländereck Sachsen, Bayern, Thüringen und Böhmen. Touren zu Seenlandschaften, durch romantische Täler und zu wilden Felsformationen lassen sich mit Besichtigungen von Schaubergwerken, alten Bädern und historischen Bauwerken verbinden.

Lage

Unter der Bezeichnung Vogtland versteht man das Gebiet zwischen Thüringer Wald, Fichtelgebirge und Erzgebirge.

Es umfasst somit Teile von Sachsen, Thüringen und Bayern (Oberfranken), dazu kommt das in der Tschechischen Republik gelegene Ascher Ländchen um die Industriestadt Asch. 

Karte Vogtland

Drei Bundesländer – eine Region

Sächsisches Vogtland

Das Sächsische Vogtland besticht mit sanfter Hügellandschaft und warmherziger Gastfreundlichkeit. Bekannte Orte im Vogtland und immer einen Besuch wert sind Plauen mit seiner weltberühmten handgefertigten Plauener Spitze, als größte Stadt des Vogtlandes, Auerbach, Reichenbach, Mylau, Oelsnitz und Bad Brambach.

Nehmen Sie sich die Zeit, die Orte kennen zu lernen. Empfehlenswert sind auch die zahlreichen Wanderwege, die sich durch die anmutige Landschaft schlängeln und die beschaulichen Orte verbinden.

Malerische Flusstäler werden von beeindruckenden Brücken überquert, die bekanntesten sind sicherlich die Göltzschtalbrücke und Elstertalbrücke.
Sportlich Aktive werden in diesem Teil des Vogtlandes ihre Freude haben. Ob gemütliches Wandern durch die idyllische Umgebung oder rasantes Skifahren, die Möglichkeiten für einen sportlichen Urlaub sind erstklassig. Orte wie Altenberg oder Oberwiesenthal sind bei Wintersportlern weit über Sachsens Grenzen hinaus bekannt. Doch auch in wärmeren Monaten sind sportliche Urlauber im Vogtland gut aufgehoben.

Beliebte Sportarten sind hier unter anderem Mountainbiken, Klettern und Rafting.
Sportliche Tage inmitten bezaubernder Natur – was gibt es Passenderes für die schönsten Tage im Jahr?

Thüringer Vogtland

Der Thüringer Teil breitet sich zwischen Altenburger Land und Zeulenroda, Bad Köstritz und Greiz aus.

Das Thüringer Vogtland ist die Wiege der Ferienregion Vogtland. Hier finden Sie viele geschichtsträchtige Highlights und alles rund um Gera, der zweitgrößten Stadt Thüringens. Das Thüringer Vogtland erstreckt sich von Altenburg und Bad Köstritz im Norden, Gera, Weida und Zeulenroda im Westen bis Greiz im Süden und verbindet so zahlreiche Sehenswürdigkeiten miteinander.

Die Region bietet eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft, eingebettet in das sanfte Panorama einer reichen Kulturlandschaft.

Hier sind zahlreiche Kirchenbauten, Klöster, Schlösser und Burgen Zeugnisse der Geschichte.

Das Ganze eingebettet in eine große Anzahl an Wander-, Rad- und Reitwegen. Vielfalt, die ihresgleichen sucht!

Bayrische Vogtland

Der Teil des Vogtlands, der in Bayern liegt wird auch als das Hofer Land bezeichnet.

Regnitzland, Land am Fluss nannten es einst die Slawen. Den Namen Vogtland erhielt es später unter den Vögten von Waida.

Jenes Gebiet um die Stadt Hof, der Bierstadt und europäischen Textilhochburg, das sich ganz oben in Bayern befindet, ist ein raues Land, ein Land der schneereichen Winter und der stillen Dörfer.

Hochflächen wechseln mit dicht bewaldeten Bergrücken und Wiesentälern.

Das Klima und die Landschaft sind hier oben im Norden ebenso herb wie markant.

Eindrucksvoll und auf jeden Fall eine Reise wert!


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shutterstock.com - Leonid Andronov  Burg Hohenzollern

Die Göltzschtalbrücke

Die Göltzschtalbrücke ist das wahrscheinlich bekannteste Bauwerk des sächsischen Vogtlandteiles und bildet den Ausgangspunkt für die 228 Kilometer lange Tour entlang des Vogtland Panorama Weges. In 12 Tagesetappen führt der Weg den Wanderer durch die vielfältige Landschaft. Mit über einem halben Kilometer Länge und fast 80 Metern Höhe ist sie die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.

Sie ist ein in dieser Art nur im Vogtland zu findendes Beispiel der Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts. Völlig unproblematisch saust die Eisenbahn noch heute auf ihrem Weg von Leipzig nach Nürnberg oder umgekehrt darüber hinweg.
Wem der Sinn mehr nach Wasser steht, der kann die herrliche Landschaft der Region auch mit dem Schiff auf der Talsperre Pöhl entdecken. Nahe der Spitzenstadt Plauen liegt der drittgrößter Stausee Sachsens.

Sächsisches Vogtland erleben

Die Skiwelt Schöneck liegt auf dem Balkon des Vogtlandes, dem einzigen Skigebiet Sachsens mit Pisten, modernen Liftanlagen und einem ausgedehnten Loipennetz.

Das familienfreundliche Skigebiet bietet einen erlebnisreichen Winterurlaub in Sachsen. In der Vogtland Arena in Klingenthal steht eine der modernsten Skisprung-Schanzen der Welt.  Mit der Nordischen Kombination und verschiedenen Weltcups werden hier internationale Wettkämpfe ausgetragen.
Etwa 29 Prozent des Vogtlandes gehören zum Naturpark Erzgebirge-Vogtland.

Ein umfangreiches Netz aus Wander-, Rad- und Reitwegen führt über hunderte Kilometer durch weitreichende Wälder und romantische Täler vorbei an den schönsten Aussichtspunkten und interessanten Bauten.

Drachenhöhle in Syrau

Oder Sie besuchen die Drachenhöhle in Syrau. Am Beginn dieses Abenteuers sind 330 Stufen zu bezwingen, um in die Tropfsteinhöhle zu gelangen. In einer Tiefe von 15 Metern kann man in beleuchteten Höhlenräumen sehen, wie es unter der Erde aussieht. Tropfsteine, bizarre Gesteinsformationen und türkisblaues klares Wasser in einem kleinen unterirdischen See machen Ihren Urlaub im Sächsischen Vogtland zu einem Erlebnis.

Thüringer Vogtland erleben

Wanderfreunde finden auf dem Talsperrenweg Zeulenroda, dem Elsterperlenweg oder dem länderübergreifenden Vogtland Panorama-Weg ihr Paradies.

Ein ganz besonderer Tipp für alle, die gern drinnen und draußen entspannen, ist das Zeulenrodaer Meer. Mit Strandbad, Panorama Spa, Promenadenweg, Kletterpark, Seebühne, schöner Natur rundherum und tollen Ausflugszielen ist hier ein perfekter Ort für die Auszeit vom Alltag entstanden. 

Die Osterburg

Die Osterburg, die wichtigste Burg des Vogtlandes, symbolisiert den thüringischen Teil der Region und befindet sich in der Kleinstadt Weida, die als die Wiege des ganzen Vogtlandes gilt.

Von hier aus vergrößerten die Vögte ihren Machtbereich bis nach Franken, Böhmen und ins heutige Sachsen hinein. Die Burganlage mit ihren Burggärten und einer 360°-Projektion im Turm, die spannende Geschichten über die Entstehung des Vogtlandes erzählt, entführt ihre Besucher in längst vergangene Zeiten.

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Mödlareuth

Das kleine Dorf Mödlareuth ist eine Besonderheit, die auf jeden Fall einen Ausflug wert ist. Ein Teil liegt heute in Bayern, der andere in Thüringen. Mitten durch das Dorf führte die ehemalige Staatsgrenze der DDR; dadurch war Mödlareuth sozusagen ein „Miniatur-Berlin“ mit allem, was dazugehört: Im Kern des kleinen Ortes gab es eine 700 Meter lange Mauer und mehrfach gestaffelte Grenzbefestigungsanlagen.

Heute befindet sich hier ein sehr sehenswertes Grenzmuseum; ansehen kann man u.a. einen Teil der Originalmauer, einen Wachturm, Hundelaufanlage und Militärfahrzeuge, darunter ein sowjetischer Panzer. Im Museumsgebäude gibt es eine kleine Ausstellung zur deutschen Teilung sowie Filmvorführungen.

Naherholungsgebiet Untreusee

Im Süden der Stadt Hof, aber noch im Stadtgebiet, liegt das Naherholungsgebiet "Untreusee". Der Untreusee ist ein künstlicher Stausee, der hauptsächlich dem Tourismus und der Naherholung dient.

Es gibt Badeplätze mit ausgedehnten Liegewiesen und Gelegenheit für fast alle Wassersportarten wie Schwimmen, Rudern, Kanurennsport, Segeln, Surfen, Tretbootfahren und Angeln. Lediglich Motorboote sind verboten. Außerdem verfügt der Untreusee über einen Beachvolleyballplatz, einen Basketballcourt, eine Minigolfanlage und einen großen Spielplatz. Der bei Spaziergängern und Joggern gleichermaßen beliebte Rundwanderweg ist 6 Kilometer lang, eine Abkürzung, die über mehrere, durch Brücken verbundene Inseln führt, ist 4,4 Kilometer lang. In der Nähe des Sees gibt es einen im Jahr 2005 eröffneten Kletterpark, bei dem eine Seilfahrt auch über den See führt, und seit 2010 ein Labyrinth.

Bayrisches Vogtland erleben

Die Stadt Hof ist im Zuge der Wiedervereinigung deutschlandweit bekannt geworden. Durch die Gebietsaufteilungen des vormaligen Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg und den Eisernen Vorhang geriet Hof geografisch in eine extreme Randlage (Zonenrandgebiet). Die Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen waren unterbrochen.

Wie kaum ein anderer Ort in Westdeutschland hatte Hof sehr real an den Folgen der Teilung gelitten. Jetzt ist Hof vom Rand in die Mitte gerückt und Teil des wiedervereinigten Vogtlands.

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Bei einem Besuch erlebt man eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt, die nahezu vollständig erhalten ist. Und das alles in einer abwechslungsreichen Landschaft mit bewaldeten Berghängen und schroffen Felsformationen.