shutterstock.com - Ricok - Perleberg

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Mittelalterliche Städte mit verwinkelten Straßen und Gassen, markante Bau- und Kunstdenkmäler aller Stilepochen sowie typische Bauern- und Fachwerkhäuser bieten eine reichhaltige Kunst- und Kulturlandschaft. Wer die Prignitz einmal für sich entdeckt hat, den zieht es immer wieder in die Region. Hier ist man dann richtig, wenn man die Natur genießen und so richtig dem Alltagsstress entfliehen will.

Die Region verspricht den Besuchern unvergessliche Erlebnisse, geprägt von unberührter Natur, geschichtsträchtigen Orten und herzlicher Gastfreundschaft. Wir laden Sie ein zum Entdecken, Verlieben, Radfahren, Pilgern, Träumen, Kuren.

Ferienregion Prignitz

Ein unberührtes Paradies

Im Nordwesten Brandenburgs auf halbem Wege zwischen Hamburg und Berlin, begrenzt von Elbe und Dosse, erstreckt sich die Prignitz mit ihrem herben Charme.

Die Prignitz, ursprüngliche, historische Kulturlandschaft mit verträumten Dörfchen und kleinen, aber durchaus lebendigen, Städten, ist geprägt von flachem Kulturland, Heidelandschaften und Wäldern, Flüssen, Wiesen und Auen. Weit genug von Metropolen entfernt, hat sich die Prignitz einen Zustand der Weite, Ruhe und Natürlichkeit bewahrt. Die Natur konnte hier über weite Flächen ihre Ursprünglichkeit erhalten, was sich vor allem im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft-Elbe Brandenburg zeigt, wo zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensmittelpunkt fanden, die andernorts gar nicht mehr anzutreffen sind.

Die Prignitz ist der am längsten und mit am dünnsten besiedelte Raum im Land Brandenburg. Wahrzeichen der Prignitz sind die Störche, die dem Dörfchen Rühstädt seinen zweiten Namen gegeben haben: "Storchenparadies". Wenige Menschen, keine Großindustrie, kaum Verkehr. Die Prignitz mag ihre Schwächen haben, aber sie hat fraglos eine ganz große Stärke, einen Naturraum, in dem man seine persönliche Ruhe finden kann. Weltweit suchen Touristen nach den letzten unberührten Paradiesen, nach unentdeckten Flecken und dem wirklich wahren Geheimtipp für die nächste Reise. Die Prignitz kann all das bieten.

Sie ist ein Landstrich mit besonderen Reizen, die sich einem nicht immer gleich auf den ersten Blick erschließen.

Prignitz und die Geschichte

Die Prignitz im Norden Brandenburgs ist nicht nur ein Paradies für Ruhesuchende und Naturfreunde, sondern auch für Geschichtsentdecker.

Wie kaum eine andere Region in Deutschland weist die Prignitz eine außergewöhnlich hohe Dichte an historischen Schätzen auf. Dort gibt es sechs sogenannte ZAO's (zentrale archäologische Orte) und weitere rund 3.000 archäologische Fundstellen, die die Vergangenheit und somit auch die Menschheitsgeschichte erlebbar machen. Und oftmals umgeben die Orte Sagen und Mythen, die sich der Volksmund schon lange vor dem Beginn archäologischer Untersuchungen erzählte.

Doch obwohl ein Großsteingrab sicher nicht von Riesen erbaut und Goldringe nur bedingt vor Bösem schützen können, haben diese Geschichten einen wahren Kern. Sie alle verdeutlichen das große Geheimnis, das alle archäologischen Orte der Prignitz verbindet – das Geheimnis der Geschichte.

Karte Prignitz
shutterstock.com - Ruud Morijn Photographer

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shutterstock.com - Jacek Chabraszewski

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Prignitz aktiv

Reiten

Ein Paradies ist die Region für Pferdefreunde, die hier durch dichte Wälder oder weite Landschaften reiten können. Um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und puren Reitspass zu erleben, gibt es in der Prignitz zwei empfehlenswerte Reitwandertouren. Allen voran der ca. 170 Kilometer lange Gestütsweg, der das Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) mit dem Gestüt in Redefin in Mecklenburg-Vorpommern verbindet.

Die herrschaftlichen, stilvollen Gebäude und weitläufigen Parkanlagen erzählen von den Jahrhunderten ihres Bestehens. Egal ob per Pferd oder auf der Kutsche, der Gestütsweg mit seinen vielen Highlights fasziniert. Viele seiner Streckenabschnitte sind naturbelassen, was eben auch seinen ganz besonderen Charme ausmacht.

Wandern und Radfahren

Die Landschaft zwischen Elbe und Müritz ist geprägt von endlosen Ebenen, Wäldern und Heidelandschaften und bietet ideale Bedingungen für einen Aktivurlaub.

Am besten lässt sich die Prignitz sicherlich mit dem Rad erkunden und die Region wartet mit einem perfekt ausgebauten Radwegenetz. Aktuell gibt es rund 1.000 Kilometer ausgeschilderte Radwege.

Zu den beliebtesten Radwegen gehört die 108 Kilometer lange Bischofstour, die am romanischen Dom in Havelberg beginnt, bedeutende Wallfahrtsorte ansteuert und die alte Bischofsburg in Wittstock als Ziel hat. Entlang des Weges gibt es immer wieder historische Kirchen und verträumte Dörfer zu bestaunen. Auch der Elbe-Müritz-Rundweg weiß zu beeindrucken.

Auf insgesamt 414 Kilometern verläuft die Radtour entlang von Fluss- und Seelandschaften. Neben ausgedehnten Radtouren eignet sich die Prignitz natürlich auch für Wanderungen. Wanderfreunde können auf einem 130 Kilometer langen Wanderweg von Berlin nach Wilsnack pilgern oder auf dem Karthane-Rundweg entlang des gleichnamigen Flusses, einem Elb-Nebenfluss, wandern.

UNESCO-Biosphärenreservat

Da die Prignitz aufgrund der innerdeutschen Grenze über viele Jahre noch viel abgeschiedener als heute lag, siedelten sich, insbesondere nahe der Elbe, unzählige seltene Tierarten an. Vor allem Störche, Gänse, Schwäne, Kraniche und Fischreiher fanden hier in den weiten Auen an Deutschlands drittgrößtem Strom ideale Lebensbedingungen. Nirgendwo anders in Europa fühlt sich der Storch so wohl wie in der Auenlandschaft der Elbe.

Heute steht das UNSECO-Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" unter Naturschutz. Mittendrin die jahrhundertealte Burg Lenzen, die heute zum Umweltbildungszentrum umfunktioniert worden ist und damit erste Anlaufstelle für alle Naturtouristen ist.

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shutterstock.com - Thorsten Spoerlein - Störche in Prignitz

Rühstädt

Rühstädt ist weit über die Grenzen Brandenburg bekannt, denn jährlich vollzieht sich hier ein kleines Wunder. Pünktlich im Frühjahr kommen ca. 70 Störche von ihrem Flug nach Afrika zurück und nehmen die zahlreichen Horste ein.

Rühstädt ist damit storchenreichstes Dorf Deutschlands und erhielt im Jahre 1996 den Titel "Europäisches Storchendorf". Von einem Fotopunkt in einem alten Speicher hat man einen wundervollen Blick auf Rühstädts Dächer und die zahlreichen imposanten Storchennester.

Bad Wilsnack

Das Städtchen erlangte im Mittelalter überregionale Bedeutung als Wallfahrtsort, als sich hier ein Hostienwunder zugetragen hatte. Noch heute zeugt die Wunderblutkirche mit dem erhaltenen Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert von diesen Tagen.

Ein moderner Kurkomplex sowie ein Thermalbad mit Gradierwerk am Stadtrandbereich bieten Erholung für Körper und Seele. Neben traditionellen Behandlungen mit Naturmoor können Sie das Heilmittel Thermalsole zur Stärkung ihrer Gesundheit nutzen.