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Oberschwaben verzaubert.

Oberschwaben, das ist die abwechslungsreiche Ferienregion zwischen Bodensee und Donau, dem Allgäu und der Schwäbischen Alb.

Wer sich einlässt auf diese spezielle Sinnes-und Lebensfreude, wird reich belohnt. Wird zum Entdecker, zum Schatzsucher, unterwegs in einem ungewöhnlichen Landstrich, der geographisch kaum zu fassen ist.

"Oberschwaben" ist kein politischer Begriff, kaum ein historischer. Und ein "Unterschwaben" oder "Niederschwaben" gibt es gar nicht. Aber wie ist das mit diesem Oberschwaben, von dem hier die Rede ist? Nun, man meint damit ganz einfach eine urschwäbisch-alemannische Landschaft so etwa zwischen der Schwäbischen Alb und dem Bodensee.

Im Norden kann man Ulm gerade noch dazurechnen. Die Grenzen im Westen und Osten liegen bei Donau und Iller. Das ist eine vielfältige, sehr lebendige und reizvolle, zum Teil bereits voralpine Landschaft: sanfte Hügel und kleine Seen, Äcker und Wälder, altertümliche Städtchen und noble Schlösser. Auch eine architektonisch sehr bedeutsame Gegend ist es, in der so viel Barockes entstand - darunter Deutschlands größte Barockkirche in Weingarten -, dass man eigens für Oberschwaben die Deutsche Barockstraße erfunden hat.

Die Oberschwäbische Barockstraße

Eine der ältesten Kultur- und Ferienstraßen Deutschlands. 760 km, vier Routen und über 50 Barockerlebnisstationen umfasst die Oberschwäbische Barockstraße. 2016 feierte sie ihr 50-jähriges Bestehen und gehört damit zu Deutschlands ersten Ferienstraßen.

Wer sich auf eine Reise entlang der Oberschwäbischen Barockstraße begibt, dem erlaubt sie allerorten einen immer neuen Blick auf die Besonderheiten dieser Route: Klöster, Abteien und Kirchen, prunkvolle Schlösser und Adelssitze und eine ausgeprägte barocke Landschaft .

Unterwegs begegnet dem Reisenden auch immer wieder lebendiges Brauchtum: Vom Blutritt in Weingarten, der größten Reiterprozession Europas bis hin zur schwäbisch-alemannischen Fasnet, wo Narren mit historischen Masken unterwegs sind und die Kultur von damals zum Leben erweckt wird.



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shutterstock.com - Leonid Andronov  Burg Hohenzollern

Reiches Naturerbe

Weite Teile Oberschwabens erhielten ihr heutiges Gesicht durch die Eiszeit.
Nach ihrem endgültigen Rückzug vor ca. 11.500 Jahren haben die Alpen-Gletscher ein sanft hügeliges Gelände hinterlassen. Die am Fuß des Gletschers entstandenen Endmoränen bilden heute die in der Regel bewaldeten Höhenzüge.

Oberschwaben ist auch das Land der Seen und Weiher und Moore – allein 1400 Seen und Weiher gibt es im Landkreis Ravensburg. In dieser vielfältigen Landschaft, insbesondere in den weiten Moorgebieten, hat sich eine abwechslungsreiche Fauna und Flora angesiedelt, die einige selten gewordene Kostbarkeiten wie den Biber und die Blumenbinse aufweist und damit jeden Naturliebhaber ins Schwärmen geraten lässt  Bei den vielfältigen Angeboten der Naturschutzzentren lässt sich die Naturlandschaft hautnah erleben und viel Wissenswertes erfahren.

Der Bussen, Wallfahrtsort und Ausflugsziel zugleich, ist mit 767 Metern ein Wahrzeichen der Region und gilt als "der heilige Berg Oberschwabens". Markant beherrscht er die Landschaft, weithin sichtbar ist die weiße Bussenkirche. Der Aufstieg wird belohnt mit einem Panoramarundblick bis zum Bodensee und den Alpen.

Erholen und Wohlfühlen

Durch den natürlichen Reichtum an Thermalquellen wurde Oberschwaben zu einer wahren Gesundheitslandschaft, kaum irgendwo gibt es so viele Städte mit dem Prädikat „Bad“ auf engsten Raum. Wer wohltuende Wärme sucht, ist in den vielen Thermalbädern mit ihren Bade- und Saunalandschaften genau richtig. Das durch Mineralien und Spurenelemente angereicherte Thermalwasser wird einerseits zur Speisung der Therme als auch zu Therapiezwecken verwendet.
Vielfältige Gesundheits-, Wellness- oder Medical-Wellness-Angebote bieten erholsame und gesunde Tage in herrlicher Natur. Kleine Badegäste freuen sich besonders über die Spaßbäder in der Region.

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Sterneradeln in Oberschwaben

Die sanft-hügelige Landschaft bietet für jeden Anspruch eine geeignete Radtour.

Nicht nur als beliebte Verbindungsroute zwischen den viel befahrenen Radfernwegen entlang der Donau und rund um den Bodensee ist der Donau-Bodensee-Radweg und der Oberschwaben-Allgäu-Radweg eine der abwechslungsreichsten Touren in Deutschlands Süden. Beide Radfernwege sind mit 4 Sternen klassifiziert und führen durch landschaftlich reizvolle Obst- und Hopfengärten sowie durch die hügelige Landschaft des Alpenvorlandes. Auf insgesamt über 500 Radkilometern kann man so viel entdecken, dass dafür sicher nicht nur eine Radtour ausreicht.

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Ravensburg – heimliche Hauptstadt

Jede Region besitzt eine Hauptstadt – ganz offiziell oder wenigstens heimlich.

Die Metropole Oberschwabens ist zweifelsohne Ravensburg. Ein weithin sichtbares Zeichen der mittelalterlichen Blütezeit sind noch immer die zahlreichen Türme und Tore, die im zweiten Weltkrieg verschont blieben und Ravensburg den Namen "Stadt der Türme und Tore" einbrachten. Insgesamt 17 Tor- und Mauertürme erzählen heute mit ihren aus unterschiedlichen Epochen stammenden Gestaltungen von der spannenden Stadtgeschichte. Ravensburg ist auch heute der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt der Region Bodensee-Oberschwaben.

Ein erfrischendes Erlebnis ist ein Stadtbummel in der Ravensburger Altstadt. Durch die engen Gassen schlendern, den Flair der Stadt genießen und sich dann an der traditionsreichen Küche Oberschwabens erfreuen.


Weltkulturerbe Phahlbauten

Archäologie, Geschichte und Natur erleben. Eine Besonderheit Oberschwabens sind die im Moor erhaltenen, vorgeschichtlichen Pfahlbauten. Vier der archäologischen Fundstellen in der Federseeregion gehören zum UNESCO-Welterbe "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen": "Olzreute-Enzisholz" bei Bad Schussenried sowie drei Fundstellen im Federseemoor: "Ödenahlen", "Alleshausen-Grundwiesen" und die "Siedlung Forschner".