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Holsteinische Schweiz

Wasser wohin das Auge reicht

Mit über 200 klaren Seen, sanften Hügeln und lichten Laubwäldern ist der Naturpark Holsteinische Schweiz eine der spannendsten Ecken Schleswig-Holsteins.

Das Hügelland gipfelt im 169 m hohen Bungsberg, der höchsten Erhebung Schleswig-Holsteins. Die Holsteinische Schweiz verdankt ihren Namen den Waldbergen nördlich von Lübeck, die hier, im sonst für seine flachen Landschaften bekannten Bundesland, in die Höhe ragen. Ansonsten gleicht die Region der Schweizer Bergwelt eher weniger. Dafür beeindrucken malerische Wälder, gemütliche Dörfer und Städte, Wanderwege entlang unberührter Natur und klarer Seen sowie zahlreiche Buchten. Eine der schönsten und bekanntesten ist die Lübecker Bucht, die von Lübeck-Travemünde bis zur Insel Poel reicht.

In der Holsteinischen Schweiz und der Lübecker Bucht gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken – von sanften Hügelketten über eindrucksvollen Schlössern bis hin zu mondänen Seebädern. Die Region ist ein Paradies für Aktivurlauber genauso wie für Erholungssuchende. Am besten erkunden lässt sich die Arten- und Tiervielfalt zu Fuß entlang der vielen Wanderwege, mit dem Fahrrad oder vom Wasser aus.

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youtube.com - Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz

Entstehung und Geschichte

Die Holsteinische Schweiz liegt im Osten des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Eiszeitliche Prozesse formten das heutige Landschaftsbild der Holsteinischen Schweiz mit ihren sanften Hügeln und den zahlreichen Seen und Fließgewässern.

Karte Holsteinische Schweiz

Der Name „Holsteinische Schweiz“ geht auf das 19. Jahrhundert zurück, in dem beim Adel und reichen Kaufleuten Reisen in die Schweiz beliebt waren. Am 20. Mai 1885 eröffnete Johannes Janus am Kellersee in Krummsee (Malente) das Hotel „Holsteinische Schweiz“, das sich großer Beliebtheit erfreute. Der Name des Hotels wurde zunächst auf den Bahnhof Holsteinische Schweiz übertragen und später auf die gesamte Gegend.

Die Holsteinische Schweiz ist schon seit mehreren tausend Jahren besiedelt. Im Mittelalter wurde das
Gebiet kolonisiert und gehörte ab dem 9. Jahrhundert zum Frankenreich. Im späten Mittelalter entwickelten sich die Städte zu kleineren Wirtschaftszentren und der Landadel baute seine befestigen Herrensitze aus, die zu Beginn der Neuzeit die Grundlage der Adligen Güter wurden. Die Gutsanlagen prägten die Landschaft ebenso wie die Wirtschaft von ca. 1500 bis ins 20. Jahrhundert.

1867 ging die Holsteinische Schweiz als Teil Holsteins an Preußen über. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden die althergebrachten Gutswirtschaften zum Teil aufgelöst, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm der Tourismus eine führende Rolle in der Wirtschaft der Region.


Aktiv sein

Die Seen in der Region Holsteinische Schweiz sind teilweise touristisch gut erschlossen und bieten zahlreiche Möglichkeiten für einen Kurztrip oder auch einen längeren Urlaub, bei dem die Sehenswürdigkeiten der Region mit einem See-Urlaub kombiniert werden können. Bei über 200 Seen ist die Holsteinische Schweiz hervorragend geeignet zum Segeln, Kanufahren und Angeln. Das beliebteste und gleichzeitig größte Segelrevier ist der Plöner See. Konstante Winde und eine Fläche
von 32 Hektar bieten ideale Bedingungen zum Segeln.

Die Seen in der Holsteinischen Schweiz gehen meist nahtlos ineinander über und bilden ein weitläufiges Streckennetz über die gesamte Region, das spannende Kanutouren für geübte Paddler und Urlaubspaddler gleichermaßen bereithält. Wer zuvor einen "Urlaubs-Fischereischein" eingeholt hat, kann an ausgewählten Seen Aale, Barsche, Brassen, Karpfen, Welse und mehr angeln. Der Naturpark Holsteinische Schweiz ist zu Wasser und an Land gleichermaßen sehenswert.

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Radfahrern und Wanderern bietet er zahlreiche ausgeschilderte Radrouten und Rundwanderwege. Vorbei an den idyllischen Seen, über Hügel, durch dichte Laubwälder oder schön gewachsene Alleen können Besucher die Landschaft genießen und Erholung finden.

Es gibt es 15 ausgeschilderte Radrouten und 21 Wander- und Spazierwege.

Die 200 km lange "Holsteinische-Schweiz-Radtour" erschließt die komplette Region. Auch an den anderen Seen finden sich schöne Uferwege auf denen die wasserreiche Landschaft erfahren werden kann. Die Region besitzt ein ausgeschildertes Radwegenetz. Eine Schiffsfahrt gehört zum Pflichtprogramm bei einem Urlaub im hohen Norden. Besonders beliebt ist die Rundfahrt auf dem Großen Plöner See, immerhin der größte See in der Holsteinischen Schweiz.


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Naturpark Holsteinische Schweiz erkunden

Der Naturpark Holsteinische Schweiz führt Sie wieder zurück zu dem Kernthema der Region: Natur. Schleswig-Holstein ist sonst ein stark küstengeprägtes Land, dass durch die vielen Felder viel Weite bietet. Allein der Naturpark macht 15 % des kompletten Waldbestandes in Schleswig-Holstein aus. Hier lässt es sich hervorragend spazieren und geschützte Arten beobachten.

Mit einem Netz von Naturpark-Routen stehen Besuchern auf 750 km² attraktive Möglichkeiten zum aktiven Erleben der Kulturlandschaft in all ihren Facetten zu Lande und zu Wasser zur Verfügung. Viele Gewässer im Naturpark sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Hier brüten Haubentaucher, Reiherenten, Schellenten, die seltene Kolbenente und andere Wasservögel. Mit Glück kann man den schillernden Eisvogel oder Spuren des seltenen Fischotters entdecken.

Der deutsche Wappenvogel, der Seeadler, hat in Schleswig-Holstein hier seinen Verbreitungsschwerpunkt. Im Frühjahr und Herbst kommen abertausende Zugvögel in den Naturpark, um bei ihren weiten Wanderungen eine Rast einzulegen.

Mit mehr als 20.000 Tieren beherbergt die Segeberger Kalkhöhle eines der größten Fledermausvorkommen in Mitteleuropa. Der anschließende Naturparkweg verbindet die fünf Naturparks in Schleswig-Holstein. Am besten leihen Sie sich vor Ort ein Rad und erkunden so die Umgebung.

Wie gemalt wirken dann noch die historischen landschaftlichen Betriebe, die zumeist aus einem großen Wirtschaftshof und einem anschließenden Herrenhaus bestehen.

Eine Landschaft zum Verlieben!

Bad Segeberg

Eine weitere geologische Besonderheit des Naturparks Holsteinische Schweiz findet sich bei Bad Segeberg.

Dort erhebt sich ein steiler grauer Felsen und überragt die umgebende Landschaft: der "Kalkberg".

Heute wird die durch den Abbau entstandene Schlucht als spektakuläre Kulisse für die Karl-May-Festspiele genutzt. Bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg wird jedes Jahr ein Stück nach einem Roman von Karl May im Kalkbergstadion von Bad Segeberg unter freiem Himmel aufgeführt.

Reisen Sie in den Wilden Westen, lernen Sie Winnetou und Old Shatterhand kennen! Neben Spannung, Stunts und Feuerzauber erleben Sie auch Romantik und jede Menge Spaß.

youtube - shz.de

Kurioses

Haben Sie schon einmal an einen Baum geschrieben?
Noch nie? In der holsteinischen Schweiz ist das möglich, denn hier steht die Bräutigamseiche, ein Baum, der der Sage nach 1891 einem verliebten Paar, dem die Liebe ähnlich wie bei Romeo und Julia versagt war, als Nachrichtenstation diente.

Noch heute ist es möglich an die Bräutigamseiche Post zu schreiben.

Beantwortet werden die Briefe von Spaziergängern oder wer auch immer sie liest. Eine tolle Tradition, finden Sie nicht?