shutterstock.com - Andrew Mayovsky - Muskau Schloss

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Im Umfeld der rekultivierten Tagebaurestlöcher, die meist geflutet und zu Seen ausgearbeitet wurden, sind reizvolle Naherholungsgebiete entstanden. Wer ein Urlaubsziel sucht, in dem es zwar viel zu sehen gibt, aber das es schafft seine Besucher zu einer Ursprünglichkeit zurückzuführen, den Stress und die Hektik des Alltags vergessen zu lassen, der ist im Elbe-Elster-Land genau richtig und wird gerne wiederkommen.

Entspannen Sie in der Natur, genießen Sie die Landschaft beim Radfahren mit der ganzen Familie und entdecken Sie historische Orte, Schlösser, Klöster, Kirchen sowie auch die Industriekultur.

 

Ferienregion Elbe-Elster-Land

Industrie trifft Natur

Das Elbe-Elster-Land bildet den südlichen Abschluss Brandenburgs, eine noch wenig bekannte, reizvolle Landschaft ein wenig abseits der großen Zentren Mittel- und Ostdeutschlands.

Aber genau diese versteckte Lage macht den Reiz der Region aus:
Wasser, Auen, Wald und kleinstädtische Idyllen, leicht von überall her zu erreichen. Acker- und Auengrünland wechseln sich ab; ebenso Kiefernwälder, Moore und Teiche, die Heimat von Wiesenbrütern, Fischottern und Bibern sind.

Die Einheimischen denken, dass hier nichts Besonderes ist. Doch das Besondere ist das Übliche, das Normale, das was früher normal war. Es gibt hier keine hohen Berge und die Ostsee ist noch über 300km weit weg. Das Besondere sind die ehemaligen Industrien. Hier gibt und gab es Braunkohle. Über mehrere Jahrhunderte fand der Abbau von Bodenschätzen statt. Waren es zunächst Lehm für Ziegel bzw. Raseneisenstein und Grauwacke, die zum Bau von Kirchen und Straßen verwendet wurden, so erkannte man bald in den feuchten Niedermoorstandorten Ton und Torf als wertvolle Materialien für das einheimische Handwerk bzw. als Brennstoff. V

or mehr als 150 Jahren begann dann das Schürfen nach dem „Schwarzen Gold“, der Kohle. Beträchtliche Flächen des heutigen Naturparks wurden seit 1847 durch den Braunkohlebergbau geprägt. Insgesamt hinterließen hier mehr als 40 Gruben sowie 7 Brikettfabriken ihre Spuren. Und genau diese Spuren sind es, die die Region so interessant machen. Denn die Natur hat sich diesen Lebensraum zurückgeholt.

Hier kann man erleben, wie sich eine ehemalige Bergbaulandschaft in ein Naturparadies verwandelt hat und sich blühende Heide, sagenhafte Moorlandschaften oder romantische Streuobstwiesen mit den bizarren Bergbaurelikten der Vergangenheit verbinden.

Lage

Das Elbe-Elster-Land liegt im Süden des Landes Brandenburg an der historischen Grenze zwischen Preußen und Sachsen, wo die beiden Flüsse Elbe und Elster aufeinandertreffen. Östlich grenzt es die Niederlausitz, südlich an das Sächsische Elbland, westlich an Anhalt-Wittenberg und im Norden an die Fläming und den Spreewald.

Das Elbe-Elster-Land ist eine beschauliche Region im Dreiländereck zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Karte Elbe-Elster-Land
shutterstock.com - Bjoern Wylezich

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Industriekultur

Einen ganz besonderen Charme versprüht die Industriekultur in Elbe-Elster, denn das Elbe-Elster-Land bietet Ausflugsziele der etwas anderen Art.

Das Besucherbergwerk F60 (Kohleabbau), die Brikettfabrik Louise und das Kraftwerk Plessa dokumentieren das einstige enge Nebeneinander von Braunkohle, Land und Mensch.

Im Elbe-Elster-Land finden Sie erstaunliche Industriedenkmäler, welche die Zeit überdauerten. Lassen Sie sich in fast vergessene Zeiten entführen!

F60

Die Ende der 1980er-Jahre erbaute Förderbrücke in der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf war bis 1992 als die letzte dieser Bauart im Einsatz.

Das liebevoll als „liegender Eifelturm“ bezeichnete Bauwerk ist mit 502 Metern sogar 182 Meter länger als das französische Ebenbild. Mit einer Breite von 204 Metern und einer Höhe von knapp 80 Metern wirkt die Stahlkonstruktion auf Besucher mehr als beeindruckend. Sie ist zweifellos das spektakulärste Relikt des Braunkohletagebaus in der Lausitz.

Sie ist eine der größten beweglichen Maschinen der Welt. Seit 1992 schweigt die gigantische Konstruktion. Heute ist das Industriedenkmal im Rahmen einer Führung begehbar.

Bis in eine Höhe von 74 Metern steigen die Besucher hinauf und erleben dabei nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Welt des Kohleabbaus, sondern können bei guten Sichtverhältnissen von der Förderbrücke aus weit über die Region heraus die Felsen der Sächsischen Schweiz erkennen.

An der F60 wird Geschichte zum handfesten Abenteuer.

shutterstock.com - photolike - F60
shutterstock.com - photolike - F60

Brikettfabrik Louise

Wer die Fabrik betritt, fühlt sich sofort in eine längst vergangene Ära zurückversetzt.

Die Räume und Maschinen sind im Original erhalten. Alles wirkt, als wären die Arbeiter nur kurz in eine wohlverdiente Pause gegangen, als könnte die Produktion jeden Moment wiederbeginnen. Dieses gut erhaltene Relikt macht es Besuchern leicht, den Weg der Kohle nachzuvollziehen.

shutterstock.com - LianeM - Kraftwerk Plessa

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Kraftwerk Plessa

Wie Anfang des 20.Jahrhunderts Braunkohle zu Strom wurde, erfährt man im „ältesten Kraftwerk der Welt“.

Wie die Türme eines riesigen Gotteshauses ragen die beiden 100 Meter hohen, klinkerroten Schornsteine des Kraftwerks in Plessa in den Himmel.

Von der Bausubstanz ist das Kraftwerk, welches von 1927- 1992 Strom aus Lausitzer Braunkohle produzierte und das älteste Kraftwerk der Welt ist, erhalten geblieben. Heute präsentiert sich das Industriedenkmal als Museum, moderner Eventort, als Konzerthalle, Galerie und Theaterbühne.

shutterstock.com - Kristyna Henkeova
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Naturerlebnisse

Waldreiches Flachland, teilweise mit niederen Hügeln durchzogen, tiefe und dichte Kiefern- und Laubwälder, Moorgebiete, Auenlandschaften, Seen, Teiche, Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Elbe-Elster glänzt mit überaus reizvoller Natur. Einen großen Anteil an der Region Elbe-Elster nimmt aber der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ein.

Diese etwa 480 Quadratkilometer große, zusammenhängende Heidelandschaft im südlichen Brandenburg gehört zu den ältesten Landschaften dieses Bundeslandes.
Eine Augenweide ist die Heideblüte. Violette Heidesträucher, die sich träge im Sommerwind wiegen, soweit das Auge reicht. Während der Blütezeit zeigt sich die Niederlausitzer Heidelandschaft von ihrer verführerischsten Seite. Ein Zeugnis der vorletzten Eiszeit ist die „Schwarze Elster“, die heute noch im südlichen Teil des Naturparks an der Grenze zu Sachsen das Niederlausitzer Urstromtal durchfließt.

Auf Wiedersehen Alltagsstress, hallo Ruhe und Natur, denn hier bietet die Natur die notwendige Erholung abseits der Stadt. Aufgrund der über 30-jährigen militärischen Nutzung war dieses Gebiet lange Zeit für Besucher gesperrt. Deshalb lässt sich heute hier großflächig unberührte Natur genießen und manch seltenes Tier oder eine Rarität der Pflanzenwelt entdecken. Über weite 580 km² erstreckt sich ein weiterer Naturpark, der Naturpark Niederlausitzer Landrücken westlich des Spreewaldes. Hier ist der Raufußkauz, eine kleine Eulenart, die das Logo des Naturparks darstellt, zuhause. Der Besucher durchquert hier Moore, begegnet Heidschnucken, genießt die Heidelandschaft und die Ruhe der weitläufigen Waldflächen. Ein besonderes Erlebnis dort ist der herbstliche Vogelzug. Das Elbe-Alster Land ist auch Apfelland, und wer immer noch nicht genug Natur hat, ein Genuss für alle Sinne verspricht die 65 km lange Apfelroute mit einer Führung im Pomologischen Garten von Döllingen.

shutterstock.com - LianeM - Mühle in Plessa
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Aktivurlaub

Neben der unverwechselbaren Flora und Fauna der Flussniederungen von Elbe und Elster werden zweiradbegeistere Gäste wie auch Wanderer besonders von dem sehr gut ausgebauten Wegenetz durch die Wald- und Heidelandschaft beeindruckt sein.

Das weit verzweigte Radwanderwegenetz führt Sie durch die flache abwechslungsreiche Landschaft zu Sehenswürdigkeiten, historischen Orten und liebevoll gepflegten Dörfern. Zum Wandern laden im Elbe-Elster-Land unter anderem die 18 Kilometer lange Wanderung "Silbergras und Heidesand" durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und die nur sieben Kilometer lange“ Lobentour“ durch ein Flachmoor ein.

Damit es beim Wandern nicht langweilig wird, bietet die Region seinen Besuchern auch vielfältige Möglichkeiten am Wasser. Hammerteich, Gördensee, Kleiner Maasdorfer-Teich, Schäkerteich und Bruchteich, jedes Mal ein Name für einen See in Elbe-Elster und Ziele für den Aktivurlaub.

Die wunderschönen Seen sind Plätze zum Baden, zum Angeln und für den Wassersport wie Kanufahren, Segeln oder Schnorcheln. Das Elbe-Elster-Land bietet ein Rundumpaket, Seele baumeln lassen, Natur genießen und Sehenswürdigkeiten erkunden auf seinen Rad- und Wanderwegen.