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Lage

Anhalt-Wittenberg ist der Name der am weitesten nach Osten vorgeschobenen Region des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Hierzu gehören die Landschaften Anhalt, der Fläming und die Region entlang der Elbe im Bereich der Lutherstadt Wittenberg und der Stadt Köthen.

Im Westen grenzt Anhalt-Wittenberg an die Region Magdeburg. Die Region ist zu großen Teilen der Elbniederung zuzurechnen. Sie wird von der Elbe geteilt, die in ostwestlicher Richtung durch die Region fließt und sie auch landschaftlich wesentlich prägt.

Anhalt-Wittenberg - Reich der Ideen

Die Region Anhalt-Wittenberg ist die Wiege der Reformation und Ursprungsland vieler kreativer Denker und Schöpfer.

Außergewöhnliche Ideen haben in Anhalt-Wittenberg seit Jahrhunderten Tradition. Aus der Region gingen Impulse aus, die die Welt veränderten. Von Martin Luther, der mit seinem Thesenanschlag an die Schlosskirche zu Wittenberg die christliche Welt reformierte, über Johann Sebastian Bach, der in Köthen seine Brandenburgischen Konzerte schuf oder den anhaltischen Fürsten Franz, der im Sinne der Aufklärung sein gesamtes Fürstentum zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich umgestaltete bis hin zu den künstlerischen Wegbereitern am Dessauer Bauhaus, die mit ihren bahnbrechenden Ideen die Kunst des 20. Jahrhunderts prägten.

Eindrucksvolle Schlösser und Burgen, romanische Kirchen, mittelalterliche oder barocke Stadtanlagen und weltberühmte Gemälde und Kunstgegenstände erwarten, überraschen und beeindrucken den Besucher der Region.

Aber der Mensch lebt nicht von Kultur allein, und der Mensch im Urlaub schon gar nicht. Die Region Anhalt-Wittenberg überzeugt durch ihre Vielfalt. Der malerische Landschaftszug mit Wiesen, Wäldern, vielen beschaulichen Seen und Flüssen und urwüchsigen Elbauen, vereint in sich gleich drei geschützte Naturparks und ist Zuhause vieler idyllischer Dörfer und Weiler.

Ideale Ausgangspunkte für ausgedehnte Spaziergänge, erlebnisreiche Rad-oder Wandertouren und spannende Ausritte durch die einzigartige Natur Anhalt-Wittenbergs. Inmitten einer bezaubernden Natur die Abgeschiedenheit zu erleben, vom Aussterben bedrohte Tiere zu beobachten und gleichzeitig das Land der Ideen und historischen Schauplätze zu entdecken, verleiht dem Urlaub das Prädikat „bleibende Erinnerung“.

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Rad fahren

Ob Radtouren durch die urwüchsigen Elbauen, über die historische Gartenreichtour Fürst-Franz, Radeln ohne Gepäck oder eine Stadtrundfahrt per Fahrrad zu UNESCO-Welterbestätten – Pedalritter kommen in Anhalt-Wittenberg mit Sicherheit auf ihre Kosten.

Die östlichste Reiseregion Sachsen-Anhalts bietet ideale Bedingungen für Urlaub und Freizeitspaß per Fahrrad.

Überregionale Fernradwege wie der Europaradweg R1, der Elberadweg, der Muldental-Radwanderweg und der Saale-Radwanderweg führen hier durch ein Gebiet mit reizvoller Natur und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Zusätzlich bietet die Region weitere Themenrouten mit verschiedenen Längen, auf denen man das Gebiet zwischen Saale und Elbe, zwischen Fläming und Dübener Heide erkunden kann.

Karte Anhalt-Wittenberg
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shutterstock.com - Bill Perry - Schloßkirche Lutherstadt

Naturparks

Der Naturpark Dübener Heide, welcher eingebettet zwischen Elbe und Mulde liegt, geprägt von vielen träumerischen Seen und Teichen inmitten des größten Mischwaldes Mitteldeutschlands.

Hier befindet sich das lauschige Wasserschloss Reinharz, sowie zwei liebevolle Kurbäder in Bad Schmiedeberg und Bad Düben. Der Naturpark Fläming, nördlich der Elbe, umfasst ein großes Gebiet von weiten Wiesen, Wäldern und Bachtälern.

Die Gegend ist ländlich geprägt und bei Erkundungstouren können Sie Findlinge der letzten Eiszeit finden und die typischen kleinen Feldsteinkirchen bestaunen.
Quer durch die Region schmiegt sich die Elbe entlang vieler artenreicher Auenwälder und Wiesen, die nur darauf warten, von Ihnen erkundet zu werden.

Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist ein einzigartiges UNESCO-Weltnaturerbe, und das einzige Gebiet, in welchem der vom Aussterben bedrohte Elbebiber noch immer in freier Wildbahn seinen täglichen Pflichten nachgeht.

Wandern

Dass die idyllische und abwechslungsreiche Natur der Region mit kilometerlangen Wanderwegen alle Bedürfnisse eines Wanderurlaubs erfüllt, versteht sich von selbst.

Und auch neben den gekennzeichneten Wegen findet man genug eigene Routen, ohne dass Langeweile aufkommt. In Anhalt-Wittenberg und Umgebung erwarten Sie aber auch Wanderungen mit einer tiefen Bedeutung. Auf Pilgerreise zu Sehenswürdigkeiten sowie Wirkstätten aus dem Leben Martin Luthers.
Der Lutherweg ist ein Rundwanderweg durch Sachsen-Anhalt. Start und Ende ist jeweils in der Lutherstadt Wittenberg. Unter dem Motto „Gehen, schauen, beten, zur Ruhe kommen“ führt er auf 410 Kilometern zu 40 authentischen Lutherstätten in Sachsen-Anhalt.

Sehenswertes

Wittenberg

Die Lutherstadt Wittenberg, auch Stadt der Reformation genannt, diente seit Ende des 15. Jahrhunderts als kurfürstliche Residenz Friedrichs des Weisen.

Seine kluge Politik, die 1502 gegründete Universität, das Wirken Luthers und anderer Reformatoren führte dazu, dass die Stadt ein Zentrum des geistigen Lebens in Europa wurde. Als Mönch und Professor lebte Martin Luther seit 1511 ständig im Augustinerkloster der Stadt.

Noch heute können die Besucher Wittenbergs das Flair von Reformation und Renaissance sowie großartige Geschichte genießen. Die Altstadt ist ein einziges Freilichtmuseum. Die steinernen Zeugen sind wie Perlen aneinandergereiht: die Stadtkirche, Luthers Predigtkirche, war ein Hauptschauplatz des Reformationsgeschehens. Am Portal der Schlosskirche schlug Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an. Bedeutung hat die Schlosskirche auch als Begräbnisstätte Luthers und Melanchthons. 2017 feierte Deutschland 500 Jahre Reformation.

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shutterstock.com - Travelview - Lutherstadt Wittenberg

FERROPOLIS

Ferropolis oder auch die Stadt aus Eisen ist ein Museum bei Gräfenhainichen östlich von Dessau. Meist wird der Ort mit seinen fünf sanierten Tagebaugroßgeräten in Verbindung gebracht. Sie sind zweifelsfrei die größte Attraktion und da sie Schritt für Schritt begehbar gestaltet werden, steigt auch die Erlebbarkeit der Industrievergangenheit dieser Region.

Hier befand sich einmal der Tagebau Golpa-Nord, wo Braunkohle abgebaut wurde. Der Tagebau wurde 1991 stillgelegt und man entschloss sich hier ein Freilichtmuseum und Veranstaltungsort entstehen zu lassen. Internationale Festivals ebenso wie große Konzerte von Herbert Grönemeyer bis Metallica haben FERROPOLIS einen europaweiten Ruf als einmalige Kulisse für Künstler und Publikum verliehen.

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shutterstock.com - S. Kuelcue - FERROPOLIS - Stadt aus Eisen
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UNESCO- Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich

Auf einer Fläche von 142 Quadratkilometern schuf der Fürst und spätere Herzog Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau eine Parklandschaft nach englischem Vorbild, der erste in Deutschland. Das Gartenreich von Dessau-Wörlitz liegt eingebettet in der Auenlandschaft der Elbe und umfasst sieben Schloss- und Parkanlagen. Er schuf aus dem harmonischen Zusammenspiel von Natur, Architektur und Bildender Kunst ein Gesamtkunstwerk, das bis heute die Besucher in seinen Bann zieht.